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07.08.2020 10:51:25


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EINBLICK 6: Der GPV sagt Ja zur dezentralen Drogenhilfe

 

Eine wichtige Funktion des GPV besteht darin, dass heikle Themen unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten werden können. So lassen sich Lösungen erarbeiten, die im Licht der Öffentlichkeit nicht möglich wären. Bei der Realisierung der dezentralen Drogenhilfe zeigt sich dies exemplarisch.

In den späten 1980er-Jahren ist die Stadt Zürich mit einer grossen, offenen Drogenszene konfrontiert, die sich zunächst am Platzspitz beim Landesmuseum und dann am Letten ausbreitet. Zürichs Drogenpolitik gerät ins internationale Rampenlicht. Die Stadt erkennt, dass sie das Problem alleine nicht in den Griff bekommen kann und versucht, die Landgemeinden in die Pflicht zu nehmen. Doch die wollen zunächst nichts davon wissen. Die Stadt erhöht den Druck, indem sie Drogenabhängige aus Landgemeinden in ihre Wohnorte zurückschickt. Der Konflikt droht zu eskalieren.

1989 sucht Emilie Lieberherr, Zürichs Sozialvorsteherin, das Gespräch mit dem GPV. Sie legt dar, dass das Drogenproblem den ganzen Kanton betreffe und bittet um entsprechende Unterstützung. Die Aussprache verläuft sehr konstruktiv, und der GPV geht auf Lieberherrs Bitte um Unterstützung ein. In der Folge entsteht eine Arbeitsgruppe, die das Konzept "Dezentrale Drogenhilfe" erarbeitet. Dem GPV gelingt es, durch ebenso subtiles wie nachhaltiges Verhandeln mit den Gemeinden, dem dezentralen Drogenkonzept auf breiter Ebene zum Durchbruch zu verhelfen. Die Situation in der Stadt Zürich wird so massiv entschärft. (Mehr Informationen im Download unten)


In den 1980er-Jahren war die Stadt Zürich mit einer riesigen offenen Drogenszene konfrontiert.

Junkie
 

  Drogenhilfe.pdf (pdf, 137.4 kB)


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